Samstag, 14. März 2015


Ihr könnt alles vergessen, was ich erst noch vor einer Woche über meinen angeblichen Freund geschrieben hatte. Für ihn war ich wohl nicht mehr als nur ein kleines Abenteuer gewesen. Heute wären wir erst einen Monat zusammen gewesen und dennoch habe ich am Mittwoch etwas erfahren, was mich zutiefst geschockt hatte. Etwas, was ich niemals von ihm gedacht hatte. Ich war anscheinend nur eine Kollegin für ihn. Ist zwar ganz neu für mich, dass man einer Kollegin sagt, wie man sehr sie liebt und dass man mit ihr die längste Beziehung will und was auch immer. Jedenfalls war er am Mittwochabend bereits mit seiner neuer Freundin im Bett und hat sogar ein Snap in die Story bei Snapchat getan. Ich kann euch wirklich sagen, dass ich stinkesauer war. Und dann steht er nicht einmal dazu, sondern ignoriert mich einfach, wenn ich ihm auf WhatsApp schreibe. Ich frage mich nur die ganze Zeit, was ich getan habe, dass er mich so scheisse behandelt? Ich habe ihm nie irgendetwas getan. Ich kann nur sagen, dass seine jetzige Freundin mir wirklich sehr leid tut, wenn er mit ihr gleich umgeht, wie mit mir. Es ist wirklich ein scheiss Gefühl, das kann ich sagen und ich hätte nie gedacht, dass ich so verarscht werde. Seit langen hatte ich mich endlich mal wieder auf einen Jungen eingelassen und das passiert sowas... und dann verschickt er sogar noch Bilder von uns herum, wo wir halbnackt im Bett liegen. Ich könnte ihn eigentlich anzeigen, aber ich finde, dass eine Anzeige ein bisschen hart ist. Ach, ich weiss einfach nicht. Ich weiss nur, dass ich ohne meinen Bruder das nie erfahren hätte und dafür bin ich ihm unendlich dankbar. Ich verwünsche meinen Ex-Freund (wenn man ihn überhaupt so nennen kann) in die verdammte Hölle und das Karma soll sein Leben bitte so richtig f*cken (Sorry für den Ausdruck, aber das musste jetzt sein). Ich weiss nicht, wie ich reagieren soll, wenn ich ihn einmal antreffen werde. Weil wir wohnen nicht besonders gross auseinander und die Wahrscheinlichkeit ist schon gross, dass wir uns einmal in der Stadt begegnen. Aber na ja, da kann man halt nichts machen. Ich bin einfach unendlich froh, dass ich nicht mit ihm geschlafen hatte... dann würde ich mich wohl noch schlechter fühlen, als dass ich es jetzt tue.